Akkordeon-Verein Winsen (Aller)

Der Akkordeon-Verein Winsen (Aller) wird von Prof. Dr. Sven Krüger als 1. Vorsitzendem umsichtig, humorvoll und erfolgreich gelenkt und ich bin glücklich, dass mir die Leitung des 1. Orchesters übertragen worden ist. Besonders freue ich mich darüber, dass so viele Spielerinnen neu und beziehungsweise wieder dazu gekommen sind und über die schönen Gründe, warum Spielerinnen jetzt mal pausieren müssen! Dadurch ergeben sich immer wieder Umbesetzungen und neue Aufgaben für Einzelne, aber das steht einer kontinuierlichen Arbeit nicht im Weg.

Weil die Verlagssituation für Akkordeon-Orchester immer unbefriedigender wird, greifen wir zunehmend auf eigene Arbeiten zurück: Unser wachsendes Repertoire umfasst Bearbeitungen von unseren Orchester-Mitgliedern Krissy Jacobs, Sebastian Truffel, der seit einiger Zeit ausgesprochen produktiv unser aktuelles Programm bestückt, und von mir.

Das diesjährige Programm wächst wieder um einen thematischen und musikalischen Kern herum: Wir beschäftigen uns mit der „Nordischen Sonate“ von Gerhard Mohr, einem großen Originalwerk für Akkordeon-Orchester, das wirkungsvoll die Hörer auf eine phantastische Reise mitnimmt. Dazu scheint mir Musik aus nördlichen Breiten passend. So spielen wir ein Medley mit Musik aus „Lord Of The Dance“ von Ronan Hardiman (Bearbeitung Hans-Günther Kölz) und „Abba Greatest Hits“. Der nordische Gott Thor dient uns als Alibi, den Haupttitel der Comic-Film-Serie „The Avengers“ zu spielen. Das Arrangement für Akkordeon-Orchester hat Sebastian Truffel erstellt. Für den Groove unserer Matinee werden seine Bearbeitung von „Uptown Funk“ und meine von „Lady Madonna“ sorgen. Im Norden ist es grundsätzlich kalt. Und: „Winter is coming!“ Also habe ich den Haupttitel der Serie „Game Of Thrones“ für mein Orchester arrangiert. Um den Bogen zum „Lord Of The Dance“ zu schlagen, habe ich Mitte März eine Bearbeitung von Titeln der irischen Band U2 als Medley fertiggestellt. Als Echo unserer schönen Matinee im letzten Jahr, auf der wir die Carmen-Suite von Georges Bizet in der Bearbeitung von Walter Maurer gespielt haben, habe ich „Entre´acte“, einen Satz, der bei Maurer leider fehlt, bearbeitet.

Der Unterricht im Verein liegt schon viele Jahre in den Händen von Gunda Falke, die einen ganz speziellen Draht zu ihren Schülern hat und mit Hilfe der Jugendleitung eine fröhliche Gemeinschaft geformt hat. Viele Spielerinnen des Orchesters sind ihre früheren Schülerinnen. Dank der runden Ausbildung gelingt es jederzeit mühelos Umbesetzungen, die aus vielfältigen Gründen notwendig werden können, vorzunehmen.

Dietmar Steinhaus