Soft Reboot

Es ist überhaupt noch nicht klar, wie mein unfreiwilliges Gefecht mit einem offenbar sehr empfindlichen, mir finanziell weit überlegenen ehemaligen New Yorker, ich nenne es mal in sehr absichtlichen An- und Abführungszeichen, “Kulturschaffenden” und politisch sehr bestimmt auftretenden Herren alter, sehr alter (aber in meinen Augen nicht sehr kultivierter) Schule ausgehen oder sich überhaupt nur weiter entwickeln wird. Man lässt mich im Unklaren. Zermürbungstaktik. Amerikaner eben. Wer gerne schießt, schießt auch gerne mit Kanonen auf einen Spatzen wie mich.

In meinem Bildungsinstitut bin ich “angekommen”. Kollegium klasse, Leitung hervorragend, kompetent und fürsorglich, Schülerschaft (wie es meinen bisherigen Erfahrungen in meinem alten Beruf ebenfalls entspricht) weit, weit besser als das, was man ihr so nachsagt. Alles schön.

Als softer Reboot meines aufgrund des Schlags von Übersee dümpelnden Blogs hier ein Text von mir. Ich gebe damit für meine Schüler eine Einführung in Erdkunde zum Thema Astronomie. Dieser Text ist zum Durcharbeiten und Weiterfragen erstellt. Seine Aufgabe ist, die Grundvorstellungen über die Realität zu ordnen. Bitte sehr:

Unser Platz im Universum

Das Universum wird auch der Kosmos oder das Weltall genannt. Alles, Zeit und Raum, jede Materie und Energie befindet sich im Universum.

Die Grundkräfte der Physik ordnen alles im Universum:

  1. Gravitation:Die Gravitation sorgt dafür, dass Materie durch ihre Masse andere Materie sozusagen „anzieht“. Durch diese Anziehung entstehen beispielsweise Sterne (also Sonnen). Wir spüren zum Beispiel die Gravitation der Erde durch unser eigenes Gewicht. Die Gravitation hält uns und sogar unsere Luft, also unsere Atmosphäre, auf der Erde. Bei kleineren Planeten, bei unserem Mond und bei noch kleineren Objekten im All reicht die Gravitation nicht aus, um eine Atmosphäre festzuhalten. Die Gravitation des Mondes wirkt aber auch auf die Erde und lässt bei uns Ebbe und Flut der Ozeane entstehen.
  2. Starke und schwache Kernkraft: In den Sternen ist so viel Materie zusammen, dass durch dieses Gewicht in den Sternen alle Elemente entstehen, aus denen alles besteht. Beispielsweise entsteht in unserem Stern, den wir Sonne nennen, aus dem einfachsten und leichtesten Element Wasserstoff das Helium. Dabei wird so viel Energie frei, dass sie als Sonnenlicht und als Teilchenstrom (man nennt ihn den „Sonnenwind“) abgegeben wird. Die starke und die schwache Kernkraft sind dabei die Kräfte, welche die kleinsten Teile der Materie zusammenhalten.
  3. Elektromagnetismus: Wir nutzen die Physik des Elektromagnetismus, um Energie nutzbar zu machen. Ohne diese Technik hätten wir keinen Strom. Darüber hinaus ist Elektromagnetismus aber sogar dafür verantwortlich, dass wir überhaupt etwas sehen können! Denn das sichtbare Licht ist ein Teil der elektromagnetischen Strahlung, die man auch als elektromagnetisches Wellenspektrum bezeichnen kann. Zwischen den ungefährlichen langen Wellen und den gefährlichen sehr kurzen Wellen liegen die Wellenlängen des für uns sichtbaren Lichts. Wir benutzen die völlig ungefährlichen langen Wellen zum Beispiel für Handys und WLAN, die durch Radiowellen funktionieren. Mikrowellen gehören auch zu den langen Wellen, und wir nutzen sie zum Beispiel, um im Mikrowellen-Gerät Essen zu erwärmen und die langwellige Infrarotstrahlung beispielsweise für Nachtsichtgeräte. Zwischen diesen langen Wellen und den kurzen Wellen liegt der kleine Wellenbereich des für uns sichtbaren Lichts. Gefährlich können nur die kurzen Wellen (Ultraviolett, Röntgen- und Gammastrahlung) sein. Durch den Elektromagnetismus entsteht das Magnetfeld der Erde. Dieses wird durch die Drehung der Erde und ihres Kerns erzeugt. Wir nutzen das Erdmagnetfeld für die Orientierung durch Magnet­-Kompasse. Einige Tiere wie etwa Tauben oder Haie können sich am Erdmagnetfeld orientieren. Dieses Magnetfeld schirmt die Erde gegen die in der Sonne entstehenden und auf die Erde einprasselnden Teilchen des Sonnenwindes ab. Diese Teilchen erzeugen in der Nähe der Pole die Polarlichter.

Die Sterne im Universum bilden aufgrund der Gravitation Galaxien, um deren Zentrum sie kreisen. In diesem Zentrum befindet sich meistens ein Schwarzes Loch. Schwarze Löcher sind Sterne, die so groß geworden sind, dass sie durch ihr eigenes Gewicht, also durch die gewaltige Gravitation, sehr klein „zusammengedrückt“ sind. Dadurch ist dann sogar das Licht zu schwer, um von ihnen weg zu kommen. Auch in unserer Galaxie befindet sich in der Mitte ein schwarzes Loch. Wir drehen uns mit unserer Sonne um diese Mitte unserer Galaxie. Alle Sterne, die wir nachts sehen, gehören zu unserer Galaxie und bewegen sich ebenfalls mit uns in die gleiche Richtung um das Zentrum der Galaxie herum. In klaren und dunklen Nächten kann man einen Teil unserer Galaxie als sogenannte „Milchstraße“ am Himmel sehen. Denn die Sterne der Milchstraße sind so weit weg, dass wir sie nicht einmal mehr als Punkt erkennen können, sondern nur eine Art milchigen Schleier am Himmel sehen. Weil es in der Galaxie sehr viele lichtschluckende Staubwolken gibt, sieht man aber nur den kleinen Teil der Galaxie, der in unserer Nähe ist. Wären diese Staubwolken nicht da, wäre unser Nachthimmel durch die Sterne unserer Galaxie viel heller. Unsere Galaxie ist so gewaltig groß, dass das Licht von einer Seite zur anderen ungefähr 200.000 Jahre braucht.

Unser Sonnensystem besteht aus der Sonne und ihren acht Planeten, die sie umkreisen. Monde umkreisen wiederum Planeten. Von der Sonne aus aufgezählt sind die Planeten die vier Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars, und dann folgen die vier großen Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Leicht beobachten lässt sich die Venus (sie ist oft der erste sichtbare „Stern“ am Abend oder der letzte am Morgen und wird deshalb auch „Abendstern“ und „Morgenstern“ genannt). Merkur sieht man eher selten, weil er so nah an der Sonne ist. Mars, Jupiter und Saturn kann man sehr gut sehen, wenn sie günstig stehen. Uranus und Neptun sind immer zu weit weg, um von uns ohne Teleskop gesehen werden zu können. Sterne „flackern“ oder „glitzern“ und leuchten weiß, weil sie so weit weg sind, dass sie nur als leuchtender Punkt zu sehen sind. Planeten leuchten viel ruhiger und man sieht besonders beim Mars auch ihre Farbe, weil sie eine von uns aus gesehen größere Oberfläche haben.

Sonne, Mond und alle Planeten bewegen sich von uns aus gesehen auf ähnlichen Linien über den Himmel. Diese Bahn nennt man Ekliptik. Die Ekliptik ist also die Ebene, auf der die Planeten die Sonne umkreisen. Auf der Nordhalbkugel der Erde, wo wir uns gerade befinden, liegt die Ekliptik in Richtung Süden, und Sonne, Mond und Planeten bewegen sich scheinbar von links nach rechts. Auf der Südhalbkugel müssten wir Richtung Norden sehen, der Mond würde „auf dem Kopf“ stehen, und Sonne, Mond und Planeten bewegen sich von rechts nach links über den Himmel.

Um Orte auf der Erde eindeutig angeben zu können, benutzt man Koordinaten. Dies sind gedachte Linien, welche die Erde in Abschnitte einteilen. Längengrade verlaufen zwischen den Polen, verbinden also Nord und Süd, Breitengrade verlaufen wie der Äquator um die Erde herum und verbinden Ost und West. Orte sind also östlich oder westlich eines bestimmten Längengrades oder nördlich oder südlich eines bestimmten Breitengrades.

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