Eine Gesellschaft zerfällt, Nachtrag

Um Demonstranten zu erschrecken lässt Trump Helikopter unterhalb der Gebäudehöhe über Demonstranten schweben. Eine militärische Einschüchterungstaktik aus Kriegsgebieten. Den friedlichen Protest singender und tanzender Menschen lässt er mit Tränengas und Gummigeschossen und berittenen Polizisten und Blendgranaten auflösen, um vor einer Kirche so zu tun, als sei er Christ. Der Kirche wurde das nicht angekündigt. Der Priester selbst ist unter den Opfern der Gas-Attacke. Reporter sind unter der auseinander getriebenen Menge friedvoller Demonstranten.

Washingtoner Polizist hinter seinem Schild schlägt einem australischen Kameramann, Tim Meyers, der beobachtend an der Seite und nicht im Weg steht, ins Gesicht. Die Faust des Polizisten taucht gerade im Bild links über dem Schild auf.
Jetzt ist es zu spät, dem Treffer auszuweichen. Besonders, wenn man eine schwere Kamera trägt.
Das letzte klare Bild vor dem Gesichtstreffer. Wer jetzt noch bezweifelt, dass die USA sich immer weiter von der Rechtsstaatlichkeit entfernen und unter Trump in den Faschismus driften, ist entweder unehrlich, oder, lasst es uns offen sagen, unfassbar dumm.
Die entsetzte Reporterin Emilia Brace berichtet atemlos, panisch und fassungslos, wie sie mit ihrer Crew von der Polizei gejagt worden ist. In einem angeblich demokratischen Land, einem angeblich alliierten.
Aus anderer Perspektive: Der Polizist holt mit seinem Schild aus, um dem rechts im Bild stehenden Kameramann in die Magengrube zu schlagen. Völlig unbeeindruckt davon, bei diesem unnötigen und widerrechtlichen Gewaltakt von der australischen Presse aufgenommen zu werden.
Der Kameramann sackt nach dem blitzschnell ausgeführten und für ihn unvorhersebaren Schlag zusammen.
Und hier folgt der schon dokumentierte Schlag ins Gesicht.
Mehrere Polizisten kommen hinzu, um ihren Kollegen zu unterstützen – gegen den nun offenbar benommenen Kameramann auch dringend erforderlich, weil der so gefährlich ist.
Seine mutige Kollegin Emilia packt den Wehrlosen am Kamerageschirr und leitet ihn aus dem Gefahrenbereich, während einer der anderen Polizisten bereits mit dem Schlagstock ausholt. Er möchte schließlich auch ein bisschen an der Action teilhaben!
Zum angemessenen Selbstschutz und als adäquate Maßnahme gegen diese hoch gefährliche Frau schlägt der Polizist mit dem Schlagstock zu und trifft sie leider nur knapp unter ihrem Genick. Aber er hat bestimmt noch viel Gelegenheit, seine Treffsicherheit zu entwickeln.

Das total religiöse und sagenhaft überzeugende Ergebnis sieht dann so aus:

Es gibt Reporter, die sagen, er habe die Bibel falsch herum gehalten. [EDIT: Nahaufnahmen zeigen allerdings, dass das nicht stimmt.]
Reporterin: “Ist das ihre Bibel?”

Multimilliardär-Hochstapler im Amt: “Das ist eine Bibel.” Mit Betonung auf “eine”.

Na, dafür hat es sich doch gelohnt, die eigenen Bürger mit Tränengas, Pfefferspray und Gummigeschossen zu verletzen.

Immer wieder ist es ein Vorwand der USA, in andere Länder einzumarschieren, weil sie chemische Waffen gegen ihr eigenes Volk richten würden. Tränengas ist ein militärisches chemisches Kampfmittel. Es wird von den USA (!) gegen die eigenen Bürger eingesetzt. Damit der orange Utan so tun kann, als sei er religiös. Ein Buch hochhaltend, das er nicht kennt (“Können sie etwas aus der Bibel zitieren? Ein Satz, der ihnen besonders wichtig erscheint?” – “Darauf möchte ich nicht eingehen, denn für mich ist das sehr persönlich.” – “Sind sie ein Alter-Testament-Typ oder ein Neuer-Testament-Typ?” – “Wahrscheinlich beides. Wahrscheinlich beides.”) und mit seiner schwach entwickelter Lesekompetenz auf Grundschulniveau auch nie lesen wird.

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