Abschiedsgeschenk

Heute bekam ich Post. Ein großer Umschlag. Darin war eine aufwändig und schön gestaltete Mappe mit einem Klassenfoto vorne drauf. Alle Kinder einer Lerngruppe meiner ehemaligen Schule bemalten und beschrieben individuelle Seiten mit Grußbotschaften an mich. Auf den Seiten sieht man etwas von ihrer Persönlichkeit, ich sehe, dass mein Unterricht etwas bedeutet hat und Wert hatte und dass ich mir den guten Kontakt und die vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern nicht eingebildet habe.

Mir zeigt das noch einmal, wie widersinnig, unnötig und schlichtweg falsch die Entwicklung in meiner Personalie war. Aber das muss ich jetzt, nachdem ich alle Möglichkeiten einer deutlichen Antwort ausgeschöpft habe, so stehen lassen, beobachte die mich bestätigende ähnliche Entwicklung anderen Lehrkräften gegenüber und freue mich über dieses besondere Geschenk und meine neue Arbeitsstelle.

Blick nach vorn

Wir haben auf der letzten Probe überlegt, wie wir das kommende festliche Konzert gestalten wollen und schon mit dem Üben einiger Werke angefangen. Gute Routine, mit viel Spaß schnell gemacht und jetzt herrscht Vorfreude auf das Programm und die weiteren Proben.

Für die nächste Saison habe ich mir vorgenommen, drei neue Stücke für mein Orchester zu arrangieren. Auf jedes freue ich mich und kann gar nicht schnell genug mit der Arbeit daran anfangen.

Für die Bearbeitung eines der Stücke habe ich die persönliche Erlaubnis des Komponisten erhalten und weiß jetzt schon, dass das meinem Orchester und dem Publikum viel Spaß machen wird.

Gestern Abend und Nacht habe ich mit neu kennengelernten Freunden gejammt. Seit es die Eilter Skiffle Company nicht mehr gibt, habe ich das nur extrem selten gemacht und hatte als klassisch ausgebildeter Musiker auch wenig Berührungspunkte. Aber das lief gestern Abend bei uns allen so gut und war so glücklich machend, dass wir das beibehalten werden. Vielleicht tritt man damit mal auf. Aber das Ziel ist erst einmal ganz einfach nur, Musik machen um der Musik willen.

Nach einem Jahr Knochenmühle und Selbstaufopferung für einen knackigen Fußtritt habe ich wieder das überwältigende Bedürfnis, meine vernachlässigten Instrumente ernsthaft zu bespielen. Wenn ich meine Duo-Partnerin dafür begeistern könnte, würde mich das sehr freuen; zunächst werde ich jedenfalls mit dem Neuaufbau meiner Möglichkeiten beginnen.

Schließlich habe ich meinen neuen Arbeitsplatz, die Kollegen und Kolleginnen und Kinder und Jugendlichen kennengelernt. Diese Altersgruppe stellt neue Herausforderungen. Der sozialpädagogische Anteil meiner Arbeit wird den weit größten Teil ausmachen und Wissensvermittlung nicht so einfach sein wie bei Kindern und Jugendlichen, die ich bisher unterrichtete. Das ist nur mit einem geschlossenen Kollegium und einer Leitung mit Vernunft und Augenmaß und erholsamer Freizeit möglich. Ich meine, ich habe das hier gefunden.

Dienstantritt

Meine plötzliche Ausplanung hat einige Probleme geschaffen, die unglaublich schnell (von wegen “Behörden arbeiten langsam”. Hier alles andere als das!) gelöst worden sind und ich trete morgen dann nach einigen Überbrückungsmaßnahmen an meinem neuen Arbeitsplatz zum Dienst an.

Außerdem war heute unsere Matinee des 1. Akkordeon-Orchesters Winsen (Aller).

Meine Stimmung ist also so: