Das Walsroder Krankenhaus: Weit, sehr weit besser als oft gesagt wird

Im Juli musste ich für einige Tage ins Krankenhaus. Krankenhausaufenthalte sind ja grundsätzlich, mal abgesehen von Geburten, nie wirklich erfreulich. Aber ich muss sagen, dass ich dem Walsroder Krankenhaus und seinem Arzt- und Pflegepersonal herzlich zu danken habe: Während meiner Diagnose und Behandlung hatte ich mit etwa zehn Ärztinnen und Ärzten zu tun, die in verschiedenen Fachbereichen und Aufgaben handelten. Alle waren ausgesprochen freundlich, zugewandt, mitfühlend und im besten Sinn routiniert. Auch die Spezialisten erörterten immer das Gesamtbild und erklärten mir verständlich die jeweiligen Details. Das Pflegepersonal war sehr freundlich, trotz großen Arbeitsanfalls gut gelaunt und hilfsbereit. Und jetzt kommt die größte Überraschung: Besonders für eine Großküche ist das Essen ausgesprochen gut!

Ich hatte in einigen Jahrzehnten mehrfach das Pech, durch ernste Unfälle oder Erkrankungen in das Walsroder Krankenhaus gehen zu müssen. Dabei habe ich aber immer diese Erfahrung gemacht, die ich gerade beschrieben habe. Das spricht dafür, dass auch die Krankenhausleitung etwas richtig macht.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann dies: Das Pflegepersonal muss besser und damit den gewaltigen Anforderungen entsprechender bezahlt werden und die Ärzte sollten weniger Verwaltungsaufgaben zu erfüllen haben.

Wie man den Ärzten Verwaltungsaufgaben aufgrund der notwendigen Dokumentationspflicht ersparen kann, weiß ich nicht. Für die erforderliche bessere Entlohnung des Pflegepersonals habe ich einen sofort umsetzbaren Vorschlag: Einsparungen der Mittel im Gesundheitswesen für esoterische und nachweislich wirkungslose Pseudomedizin. Ich würde es nämlich lieber sehen, einer Krankenpflegerin oder einem Krankenpfleger mehr Geld für ihre und seine wertvolle Arbeit zu geben, als lächerliches Pieksen mit kleinen Nädelchen und das Verabreichen von Zuckerperlchen (die es auf dem Jahrmarkt billiger und in Farbe gibt) zu fördern.