Betriebsauflösung

Heute Nachmittag wird mein Betrieb endgültig ausgeräumt.

Mehrere Wochen stark schwankende Internetverbindung mit teilweisem Ausfall sogar der Telefonleitung. Scheint jetzt nach dem endlich doch erfolgten Besuch des Telekom-Technikers behoben zu sein.

Ich habe mich in meinem neuen Beruf als Pädagoge gut eingefunden und darf sagen, dass ich mich großer Beliebtheit erfreue.

Die letzten Wochen waren hart: Immer wieder wurde mir klar, dass mein eigentlicher Beruf nicht mehr mein Beruf ist und vieles, was ich an ihm liebte, ist einfach nicht mehr meine Lebenswirklichkeit. Außerdem ist nicht nur der Zeitaufwand für meine neue Tätigkeit ähnlich dem, den ich in meiner Selbständigkeit hatte, also sehr, sehr hoch, sondern die inhaltliche Neuausrichtung und die Dokumentationspflichten bedeuten einen hohen Lernaufwand für mich. Fachlich und pädagogisch gibt es keinerlei Schwierigkeiten; war ein gutes Studium, das ich absolviert habe.

Heute Nachmittag wird mein Betrieb endgültig ausgeräumt. Das macht mir zu schaffen und hält mich noch wach.

Aber auch wenn mein Beruf für mich nicht mehr existiert (nicht nur für mich sondern eigentlich grundsätzlich; die jungen Kollegen, die meinen Platz einnahmen, werden schon noch aufwachen. Und das wird ein böses Erwachen.): Ich arrangiere für mein Orchester und zum eigenen Vergnügen. Drei Stücke sind fertig und werden nach den Herbstferien geprobt, zwei größere bearbeite ich gerade und die werden im nächsten Jahr geübt.

Wenn etwas mehr Ruhe eingekehrt ist und die neue Tätigkeit nicht mehr so zeitaufwändig ist, kann ich auch wieder etwas für mich am Instrument tun. Das eigene Spiel litt nach dem Studium doch sehr wegen der aufwändigen Tätigkeit insbesondere für die Vereine. Noch habe ich nicht wirklich Zeit zum effektiven Üben. Ich hoffe, das kommt noch und bald.