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Ich arbeite als freiberuflicher Musiklehrer in der Rappelkiste Bergen und als Orchesterleiter für den Akkordeon-Verein Winsen (Aller).

Ein gutes Jahr ist jetzt vergangen, seit ich mich beruflich neu ausrichten musste und mich auf die Orchesterleitung in Winsen und den Unterricht in Bergen konzentriere. Rückblickend kann ich sagen, der Neuaufbau meines Betriebes wäre mir ohne Birgit van Dijk und ihre Rappelkiste nicht gelungen.

Es war bitter mich von dem beruflichen Selbstbild zu trennen, auf das hin ich nicht nur mein Studium gestaltet habe, sondern das das feste Ziel war, als ich mich noch auf dem langen Weg zum Studium befand. Aber ich musste einsehen, dass meine Arbeit und meine Vorstellungen in der Szene der Akkordeon-Orchester weitgehend nicht anerkannt werden. 40 Jahre Verbandsmitgliedschaft, 35 Jahre Orchesterspiel, 22 Jahre Orchesterleitung und ein berufliches Studium waren dafür nötig. Man kann nicht sagen, dass ich nicht beharrlich gewesen wäre.

Nun zeigt sich, dass diese Szene und diese berufliche Ausrichtung hinter mich zu lassen das einzig Richtige war: Mein Orchester konzentriert sich auf sich und sein Programm und arbeitet phantastisch mit Spaß und Engagement, es ist sehr beliebt in seiner Region für die musikalische Qualität aber auch das freundliche und ehrlich herzliche Auftreten seiner Mitglieder sowie ihr soziales Engagement. Das habe ich nur in Winsen so intensiv erlebt. In der Rappelkiste bin ich als Lehrer an sechs Tagen voll ausgelastet; ich könnte nur zwei Stunden mehr geben, wenn noch ein weiterer Raum zur Verfügung stünde.

Ich bin sehr froh, dass ich mich aus der Szene zurückgezogen habe, bevor es zu spät und gesundheitliche Folgen aufgrund zumeist persönlich motivierten Drucks durch andere irreparabel waren. Aus einer schnell mit tiefer Existenzangst entworfenen Notlösung und dem Verzicht auf Engagement für das, was ich idealistisch und hartnäckig naiv für eine gute Sache hielt, ist ein tragfähiges Berufsmodell geworden, das mich glücklich macht und Freiräume öffnet. Das hatte ich in dieser Form bisher noch nie!

Ich wurde gefragt, ob ich eine Ehrung durch den Verband für meine 40-jährige Mitgliedschaft erhalten wolle, nachdem sie für meine 20-jährige Dirigenten-Tätigkeit, vom damaligen Verein vermutlich absichtsvoll als weiteres Signal an mich nicht angefordert, versäumt wurde. Ich schätze viele Kollegen hoch. Viele auch höher als sie wiederum mich (das weiß ich, weil mir das von manchen sogar sehr deutlich gesagt wurde). Natürlich freue ich mich trotzdem über so etwas. Aber ich weiß eben auch, dass der Urkunden-Text „für besondere Verdienste“ immer gleich lautend nur die Zahl der Jahre ehrt und darüber hinaus insbesondere auf mich bezogen bedeutungsleer ist. Im Gegensatz zu früher spielt solche Anerkennung von Leistungen vom Verband für mich allerdings keine Rolle mehr. Wichtig sind meine Schüler, mein Orchester und meine freundschaftlichen Kollegen.

Herzlich willkommen, schön, dass Sie, dass Ihr hier rein seht!